Zwei Bilder

* im Winter 1994
+ im Herbst 2012

Zwei Bilder stehen in meiner Wohnung. Von dir. Und mit dir.

Du strahlst. Und wie du strahlst. Über das ganze Gesicht.

Momentaufnahmen aus glücklichen, unbeschwerten Stunden.

Eine Sinfonie der Vergangenheit.

Eigentlich nehme ich diese Bilder nicht mehr wahr. Schon lange nicht mehr.

Das ist wahrscheinlich der einzige Grund, warum sie noch in meiner Wohnung stehen.

Ich sehe sie immer dann, wenn ich die Wohnung betrete. Oder nach dem Bügeleisen greife. Oder den Raumdufterfrischer aktiviere.

Ich sehe sie, aber ich schaue nicht drauf.

Mit der Zeit blenden wir Dinge in unserem Umfeld aus.

So wie ich dich ausgeblendet habe. Seit diesem einen Tag.

Es kam, wie es kommen musste.

Ein lauter Knall.

Dann war’s vorbei. Kurz und schmerzlos.

Gestorben, begraben, vergessen.

Nur die zwei Bilder erinnern noch an dich.

Manchmal.

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5 Gedanken zu “Zwei Bilder

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