Happy Birthday to me!

Auf meinen Blogs ist es aktuell ruhig geworden. Ich warte aufs Sommerloch. Mehr als 100 Überstunden in meinem Hauptjob – ein Abfeiern ist nicht in Sicht. Zu groß und fordernd sind die Projekte vor meiner Brust. Und dann gibt es da ja noch die zwei anderen Jobs. Ohne Ausgleich könnte man mich wohl bald mit Blümchen im Krankenhaus besuchen.

Der Sport schafft mir einen guten Ausgleich, ca. 5 Mal die Woche. Aber er kostet auch Zeit. Zeit, die mir an anderen Stellen fehlt, z. B. fürs Bloggen. Oder aber für den Liebsten. Den sehe ich zwar täglich, aber leider nicht so qualitativ wie ich es mir wünschen würde. Denn auch der Liebste hat sehr viel zu tun. Uns bleibt aktuell fast nur ein wenig Zeit am Abend. Dann sind wir müde, sprechen zu viel über die Arbeit und all die aktuellen Herausforderungen.

Außerdem muckt meine Gesundheit wieder rum. Mein Körper scheint sich an die hochdosierten Schmerztabletten und das Cortison zu gewöhnen. Juhu. Mein Arzt war alles andere als begeistert als ich ihm mitteilte, dass ich die Cortisondosis eigenmächtig vervierfacht habe (nicht für immer, nur für wenige Tage). Ja, nun, ich habe Schmerzen! Was soll ich machen…?

Eigentlich wollte ich nicht jammern. Eigentlich müsste ich jetzt für mein Gewerbe in die Tasten hauen, denn hier liegt ein Auftrag, der so langsam fertig werden sollte. Allerdings informierte mich WordPress darüber, dass mein Blog heute seinen 3. Geburtstag feiert. Da muss ich mich doch kurz melden, damit ihr alle fleißig gratuliert! (Müsst ihr natürlich nicht, ist ja auch albern ;))

Und wer ganz genau hinsieht, stellt fest: Ooooh, das Archiv geht aber nicht so weit zurück! Korrekt. Aber den Blog gibt es wirklich schon so lange! Treue Von-Anfang-an-Leser wie Erzählmirnix oder Summer können das bezeugen. Er hat sich allerdings im Laufe der Zeit gewandelt. Genauso wie ich.

Wenn ich darüber nachdenke, wie mein Leben vor drei Jahren war, erschrecke ich mich. Ich habe einem Menschen zur Seite gestanden, der mir die schlimmste Zeit meines Lebens beschert hat. Ich habe einem Menschen zur Seite gestanden, der mich zuletzt wie Dreck behandelt hat. Der mich mit Füßen trat, mit Blicken durchbohrte, mit Worten verletzte. Wieder und wieder und wieder. Der mir das Leben zur Hölle machte und dafür sorgte, dass ich am Ende nicht mal mehr einen Hauch von Selbstwertgefühl hatte.

Und heute, drei Jahre später? Heute sitze ich mit dem wohl besten (und übrigens auch heißesten! ;)) Menschen der Welt auf einem Balkon, der nicht mehr seiner ist, sondern unserer, klage mit Tränen in den Augen über all die Schmerzen, die trotz starker Medikamente wieder zunehmen, jammere ein wenig über all die Herausforderungen der nächsten Zeit und ärgere mich darüber, dass ich zulasse, dass all das meine fröhliche Persönlichkeit gerade vergräbt.

Und alles, was diese braunen Augen zu mir sagen, ist: „Du verlierst deine Persönlichkeit nicht. Und was auch immer ist, wir schaffen das. Ich weiß ja nicht, ob du es schon mitbekommen hast, aber ich plane meine Zukunft mit dir.“

Trotz Rheuma, trotz Herausforderungen, trotz der Schwere, die sich manchmal wie ein Schleier über die Dinge legt, mein Leben ist gut. Vor allem im Vergleich zu vor drei Jahren. Ich habe aktuell nur nicht besonders viel Zeit.

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16 Gedanken zu “Happy Birthday to me!

  1. Auch von mir herzlichen Glückwunsch :)

    Den Tipp scheine ich häufig zu geben: Aber hast du schon mal nach Astaxanthin geguckt? Es soll wohl auch bei Rheuma ganz gut helfen :) Ein Versuch wäre es wert!

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    1. Herzlichen Dank für den Tipp! Ich kannte es bislang nicht. Aber ja, einen Versuch ist es sicher wert! Alles, was mich von den Medikamenten wegbringt oder wegbringen könnte, ist gut. Denn meine Medikamente mögen vielleicht das Rheuma bzw. so manches Symptom bekämpfen, stellen aber ansonsten jede Menge Mist mit und in meinem Körper an. Die berühmte Wahl zwischen Pest und Cholera. ;)

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  2. Glückwünsche? Ich finde, ich kann auch einmal Danke sagen. Vielen Dank, dass du seit drei Jahren ein Teil dieser Gemeinschaft bist. Eine Gemeinschaft, die ich mal mehr und mal weniger oft besuche oder mal mehr und mal weniger mit Einträgen fülle. Ich freue mich immer wieder über einen Eintrag von dir. Dafür: Vielen Dank.

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