Wunder…

Schmerzen über Schmerzen über Schmerzen. Ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Trotz starker Schmerzabletten (die bereits blutbildsichtlich nett auf meine Leber schlagen), trotz Cortison. Es geht wieder bergab.

Ich habe den nächsten Arzt konsultiert. Mal wieder. Wenn man mich fragt, wer mein Hausarzt ist, weiß ich schon nicht mehr, was ich sagen soll. Der neue Arzt ergab sich durch einen Termin in meinem Fitnessstudio. Er hätte auch einen hohen Rheumafaktor, aber kein Rheuma. Der Rheumafaktor allein sagt noch nichts, meint er. Ich hing mal wieder zwischen Hoffen und Bangen – zumal dieser Mann einige Jahre in einer Rheumaklinik gearbeitet hat.

Die starken Schmerzen lügen nicht. Irgendwas ist da, wie auch immer das Kind heißt. Er schickt mich zum Schmerztherapeuten. Das hätte bereits jeder andere tun können. Warum schöpfen die Ärzte nicht alle Möglichkeiten aus? Warum muss ich hinterher sein? Von Arzt zu Arzt rennen, bis mal einer seinen Hintern bewegt, statt immer nur mit den Schultern zu zucken? Es ist so zermürbend, so anstrengend, so kräftezehrend.

Heute Morgen kam dann der lang ersehnte Anruf. „Diesen Freitag können wir Sie aufnehmen.“ Ein Bett in der Spezialklinik. Endlich. Zwei Monate früher als gedacht. Wunder, die soll es ja immer wieder geben. Aber ich würde lügen, wenn ich sage, beide Augen lachen. Eins weint ganz bitterlich. Eins hat nämlich sehr große Angst.

 

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10 Gedanken zu “Wunder…

  1. Hab keine Angst, sondern versuch trotzdem, zu hoffen! Ich kenne das sehr gut. Als ich Brustkrebs hatte, war ich bei über 10 Ärzten, bis man endlich rausfand, wie alles zustande kam. Heutzutage gilt bei vielen nur noch Quantität statt Qualität. Zermürbend..kenne ich 😖 Aber sieh das als eine Chance. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich wünsch dir nur das Beste! 😊

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  2. Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut undes aufwärts mit dir geht. Ich erlebe mit meiner Mutter schon seit langem das gleiche und wirklich geholfen hat niemand. Da du aber bestimmt jünger bist, hast du bestimmt gute Chancen. Toi toi toi! Liebe grüße Ela

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  3. Ich komm gleich mal die paar Kilometer rüber und nehm dich in den Arm (es sei denn, dein Freund knallt mir dann eine)!

    Ich kann verstehen, dass du Angst hast. Denn ganz so egal ist es ja leider dann nicht, welchen Namen das üble Kind bekommt. Aber ich möchte dem lachenden Auge zurufen, dass es den Kopf oben halten soll, denn auch wenn jetzt vielleicht keine Wunder eintreten, so ist die Spezialklinik erst einmal eine neue Chance. Stationär sind ja doch noch einmal andere Dinge möglich, als wenn man von ambulanten Arzt zu ambulanten Arzt tingeln muss, weil jeder an seine Grenzen stößt.

    Du schaffst das und man wird eine Möglichkeit finden, dir zumindest die Schmerzen zu erleichtern! Ich drück fest die Daumen!

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