Unwillkommenskultur

„Warum will man uns hier nicht haben?“, fragt mich eine der Teilnehmerinnen des Sprachkurses „Deutsch als Fremdsprache“ im Unterricht. 12 Augenpaare richten sich erwartungsvoll und gespannt auf mich.

Ich atme tief ein.

Gute Frage.

Wie soll ich eine Antwort geben, wenn ich selbst nicht verstehe, was passiert?

Die Frage stimmt mich nachdenklich und führt dazu, dass ich zwei Tage lang intensiv mit dem Liebsten diskutiere. Und mit vielen anderen Menschen, wie so oft in den letzten Wochen und Monaten. Manchmal fliegen einem Stammtischparolen um die Ohren. Und vielleicht ist genau das der Grund dafür, warum ich eine solche Frage gestellt bekomme.

Die Ausländer und Flüchtlinge nehmen Drogen und klauen (vor allem die Polen und die Rumänen, aber das weiß man ja). Außerdem bekommen sie alles hinterhergeschmissen. Kleidung, Smartphone, Wohnung mit Balkon. Wir bekommen nichts. Aber auch bei uns leben die Kinder in Armut, auch bei uns gehen Menschen für Hungerlöhne arbeiten, auch bei uns haben die Bürger Grundbedürfnisse, die sie nur schlecht erfüllt sehen. Gut, wir leben nicht im Krieg, aber durch die ganzen Ausländer steigt ja auch die Kriminalitätsrate. Jeder weiß, dass Ausländer kriminell sind bzw. dass nur die Kriminellen hierhin kommen. Das liegt daran, dass unsere Strafen so mild sind. Ganz besonders steigen natürlich die Einbrüche und Vergewaltigungen. Schließlich kamen viele alleinreisende Männer und die sind nun mal alle spitz wie Nachbars Lumpi. Am Ende ist das auch ein bisschen wie Krieg. Und trotzdem kriegen die anderen alles. Und wir nichts.

Ich diskutiere nicht mehr, wenn jemand mit Stammtischparolen um sich wirft. Der Grund dafür ist eine Fortbildung, die ich kürzlich besucht hatte. Sie handelte – genau – von Stammtischparolen. Genauer gesagt davon, wie ich ihnen begegnen kann. Dort sprach keiner davon, dass ich den Mund halten soll. Das tat in der Fortbildung auch niemand. Sie war übrigens freiwillig. Aber das Mundhalten fiel den Teilnehmern schwer. Denn die meisten waren schwer damit beschäftigt, enthusiatisch Stammtischparolen von sich zu geben. Klingt ironisch, ist aber leider die Wahrheit.

In dieser Fortbildung wurde mir bewusst, dass ich keine Chance gegen Stammtischparolen habe. Sie sind nichts weiter als ein Kanal für Angst, Frustration, Hilflosigkeit und andere Emotionen. Die subjektive Wahrheit wird zur objektiven Realität erklärt. Für Fakten ist man blind. Zu stark sind die Emotionen, zu stark das subjektive Empfinden, zu stark die eigene Wahrheit.

Unglücklich ist natürlich, dass Stammtischparolen so schlicht sind, dass sie leicht ins Hirn gehen und noch schneller wieder den Weg zurück in den Mund finden, um erneut laut über alles zu schimpfen und zu poltern. Und genau das ist das andere Problem. Es wird laut gepoltert. Sehr laut.

„Es gibt da eine Minderheit, bei der ihr nicht willkommen seid. Und die ist sehr laut. Aber es gibt da auch die anderen. Und die anderen wollen das so nicht. Schaut euch die Wahl in Holland an. Das war ein Statement. Und vielleicht könnt ihr dasselbe dieses Jahr in Deutschland beobachten“, sage ich den Schülern und mache auch mir selbst ein bisschen Hoffnung damit.

Denn die wirklich gefährlichen Menschen haben einen deutschen Pass.

 

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60 Gedanken zu “Unwillkommenskultur

  1. Zwei Fragen dazu:
    Hat man dich gefragt, ob du das befürwortest?
    Wer bezahlt das ?

    Hartzer verlieren kein Einkommen und Reiche machen Geschäfte damit.

    Die Folgen der ersten Einwanderung’swelle sind immer noch spürbar.

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      1. Fakt ist, dass 280000 Illegale im Land sind und die Asylanten 20 Milliarden kosten. Vorerst.

        Wer das bezahlt, liegt auf der Hand: Die, die Arbeiten gehen. Niemand sonst.

        Es geht bei der Diskussion nicht um die Flüchtlinge, sondern die falsche und illegale Vorgehensweise einer Person. Das ist, zumindest für mich, ein nogo.

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      2. Aber meinst du nicht, dass das Problem eher bei den Menschen liegt, die einen deutschen Pass haben? Dass die es hätten regeln müssen, damit illegale Einwanderungen nicht stattfinden können? Die Wut darüber entbrennt sich auf einen Haufen Menschen, der nicht illegal da ist. Und das ist gefährlich.

        Klar, die Leute, die hier sind, werden von den Menschen finanziert, die hier arbeiten gehen. Umso schöner finde ich, dass wir zusätzlich noch die armen Menschen in Afrika finanzieren. Wo Kinder für 30 Cent ein T-Shirt nähen. So viel Engagement unterstützen wir natürlich gerne! Deinen Lebensstil zahlt auch jemand oder anders gesagt, er geht auf Kosten anderer Menschen. Das darf man vielleicht bei dem ganzen „die liegen uns auf der Tasche“-Gejammer auch nicht vergessen.

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  2. Schön geschrieben. Ich würde den Stammtischparolen trotzdem immer etwas entgegen setzen. Und wenn es nur ein: „Ich finde das nicht so wie Du.“ ist. Viele Menschen haben nicht den Mit dazu und es ist oft jemand dabei, der dann erleichtert sagt: „Sehe ich genau wie Jule.“ – und schon kann die Stimmung in eine menschlicher kippen.

    Auch uns kann es passieren, dass wir unser Land oder unsere Städte irgendwann verlassen müssen. Das muss ja nicht einmal politische Gründe haben. Es können auch Umwelt- oder andere Katastophen passieren. Wir leben ja z.B. in unmittelbarer Nähe zu Atomkraftwerken.

    Wir leben hier seit vielen Jahren in unserem warmen Nest leider auf Kosten anderer, die es nicht so warm und behaglich haben. Es ist nun an der Zeit zu teilen.

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    1. Ein „ich sehe das nicht so wie du“ ist für mich kein direktes Entgegensetzen. Ich meinte nur, dass ich mit diesen Menschen keine Diskussionen mehr eingehe. Dass man anderer Meinung ist, darf man natürlich sagen (und sollte man auch, finde ich).

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  3. Ich habe ein Jahr mit Flüchtlingen gearbeitet.
    Leider sterben Stammtische immer mehr aus, die Gesellschaft teilt sich immer mehr auf. Vorurteile, wie das bei Stammtischen Parolen geschmettert werden, gehören zu diesem Gesellschaftswandel.
    Die Immigration hat viel schwierige Hürden, als erstes steht der Wille der Ankommenden, sich auf ein Land einzulassen, seine Sprache und seine Kultur lernen zu wollen, seine Gesetze su respektieren.
    Viele die kommen, bringen eine andere Sozialisation mit, nicht selten mit sehr konservativen Wertvorstellungen.
    Nach einem Jahr Flüchtlingsarbeit bin ich nicht sicher, ob unsere Gesellschaft die Aufgabe leisten kann.
    Denn innerhalb der Gesellschaft hatten wir schon viele bestehende Probleme.
    Die Geschichte das türkische Politiker offen von möglichen Aufständen in Deutschland reden, zeigt und das Dilemma, von Doppelpass und Integration. Allerdings denke und hoffe ich, dass die Wenigsten türkisch stämmigen Menschen in D, Anhänger der derzeitigen Republik sind.
    Als Russlanddeutsche nach ein angeblichen Vergewaltigung eine Bürgerwehr in meiner Stadt gründen wollten war ich entsetzt.
    Unsere Demokratie ist sehr angreifbar und unsere humanen Werte ebenfalls.
    Auf die Frage, warum man manche Menschen hier nicht habe möchte, gibt es eine Antwort und Gegenfragen.
    Die Antwort lautet Angst!
    Angst und das, was Deutschland im Moment ausmacht.
    Die Fragen wären, warum bist du hier, was erwartest du von dir selbst, was sind deine Werte, wir stehst du zur Homosexualität, bist du für die Todesstrafe, etc..
    Mach mal in deinem Kurs eine Umfrage, wenn es möglich ist und frag die Meinung nach deutschen Grundwerten ab.
    Ich möchte diese Werte erhalten, auch die Werte der Humanität.
    Asyl ist ein Menschenrecht, aber kein Integrationsgesetz.
    Integration bedarf viel Augenmaß und gegenseitigen Respekt voreinander.
    Und ab eine gewissen Menge an Flüchtlingen /Migranten verliert sich die Gesellschaft.
    Es entstehen parallel Gesellschaften.
    Was mich auch wundert, es ist der erste militärische Konflikt, Flüchtlingsstrom, wo mehr Männer fliehen als Frauen und Kinder.
    Deutschland ist wie ein leuchtender Stern für die Menschen, ein Pakistani erzählte mir, in Pakistan erzählten die Schlepper, man bekäme ein Haus, ein Auto, eine Frau in Deutschland.
    Der selbe Pakistani sprach davon das jeder Schwule getötet werden muss.
    Mit scheint wir sollten auch in den Heimatländer für Aufklärung sorgen, in Albanien wurden Werbespots geschaltet.
    Mein Nachbar kommt aus Eritea und lebt seit 27 Jahren hier, er übersetzt manchmal für Ämter. Er meinte es sei haarsträubend, was viele Emigranten erzählen, mit welchen falschen Bildern im Kopf sie kommen.

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    1. Ich antworte stellvertretend für beide langen Texte mal hier.

      Die Menschen, mit denen ich durch den Unterricht in Kontakt komme, sind alle recht jung, bis ca. 35 Jahre. Und sie gehören wohl zweifellos zur Elite der Ankommenden. Sie sind gebildet, studiert und weitgehend westlich. Einzelne sind eher konservativ angehaucht, aber starke Differenzen traten bisher nicht auf – in keinem meiner Kurse (und die sind immer ziemlich bunt gemischt). Ich frage sie kaum nach ihren Werten, aber ich bringe ihnen neben der Sprache die deutsche Kultur näher – und damit auch die Werte, die in unserer Gesellschaft zählen. Ich leiste viel Aufklärungsarbeit. Die Menschen, die mir gegenübersitzen, begreifen Deutschland als Chance. Sie sind ganz bewusst hierhin gekommen, während ihre Familien oft noch in den Kriegsgebieten leben.

      Natürlich gibt es irgendwo auch Menschen, die anders denken, ein anderes Werteverständnis haben, eine andere Sozialisation. Aber auch hier muss man Lösungen finden, wie mit diesen Schwierigkeiten umgegangen wird. Es steht außer Frage, dass es selbstverständlich NICHT akzeptabel ist, wenn Werte vertreten werden, die mit unserem Grundgesetz kollidieren. Dann sind wir vielleicht nicht das richtige Land für diese Menschen.
      Ich glaube aber, dass die Probleme deutlich tiefgründiger und vielschichtiger sind. Hier leben z. B. viele Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund in der zweiten oder dritten Generation. Werden sie als Deutsche anerkannt? Vom Gesetz vielleicht, von der Gesellschaft eher nicht. Und dann muss es auch niemanden wundern, dass Menschen mit deutschem Pass für einen Erdogan auf die Straße gehen. Einem Menschen, der ihnen vielleicht ein Zugehörigkeitsgefühl gibt. Etwas, das hier womöglich fehlt.

      Ich bleibe dabei: Das wahre Problem hat meiner Meinung nach einen deutschen Pass. Und damit meine ich nicht die Deutschen mit türkischen Migrationshintergrund… ;-) Für dich mag das wie eine Stammtischparole klingen. Letztlich ist es aber nur meine Meinung, runtergebrochen auf einen Satz – und die ist deutlich vielschichter als eine Stammtischparole, die aus einer einzelnen Begegnung herrührt und als generalistische Wahrheit verbreitet wird.

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      1. Meine Heimatstadt hat den zweithöchsten Anteil an Migranten in NRW.
        Ich hab Freunde und Bekannte aus unterschiedlichen Herkunftsländern und ich stelle mir die Frage, ob es stimmt was du schreibst, ob wir die bei den Menschen aus der Türkei das Zugehörigkeitsgefühl vermissen lassen, oder ist es vielleicht umgekehrt.
        Einigen Bekannte aus der Türkei sagen ja, der Wille sich zu integrieren ist nicht wirklich vorhanden.
        Ich halte es weiterhin für ein pauschales den Menschen mit einen deutschen Pass zu unterstellen, sie wären ein Problem bei der Integration türkischer Einwanderer, dazu ist das Thema tatsächlich zu Vielschichtig.
        Womöglich hilft es der eigenen Sichtweise.

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      2. Ich habe in meinem Berufsleben und im Privatleben bisher viel mit türkischstämmigen Mitmenschen zu tun gehabt.
        Als Spielmobilmitarbeiter in sozialen Brennpunkten, als Mitarbeiter in der Jugendstraffälligenhilfe, als Gruppenleitung in Kitas.
        Es sehe es keinesfalls so, dass man den türkischstämmigen Mitmenschen die Integration, von Deutschen mit deutschem Pass erschwert wurde. So eine Aussage würde mich sowohl in meiner professionellen Berufsehre, wie auch in meinem ganz privatem Ehrgefühl treffen.
        In den Kitas, in denen ich tätig war, haben wir speziell für nicht Deutsch sprechen Mütter Sprachkurse am Vormittag angeboten und auch mit den Ehemännern die Problematik der Sprache diskutiert, sie ist der Schlüssel zur Integration. Leider durften viele Frauen dieses Kurse nicht Besuchen, auch auf den Elternabenden erschienen selten Mutter oder Vater.
        Ein Problem war oft, dass sich Türken der zweiten oder dritten Generation, welche in Deutschland ihre Heimat gefunden haben, eine Ehefrau in der Türkei gesucht haben. Diese Frauen hatten wenig Bewegungsspielraum durch ihre Männer, Ausnahmen bestätigen die Regel.
        Ich habe mal vor Jahren einen Film über ein türkisches Mädchen mit gedreht, es war ein Porträt.
        Es war sehr bedrückend. Sozialarbeitern, Erziehern, Jugendämtern, Ehrenamtlern, Nachbarn, etc. mit deutschem Pass und Herkunft Versagen bei der Integration von Menschen aus der Türkei vorzuwerfen und ihnen eine Art Schuld zu unterstellen das sie einem Despoten zu jubeln halte ich für grundlegend falsch. Es gibt weder eine Schuld bei Deutschen noch bei Türken.
        Was ist bei Griechen, Spaniern, Italienern, Iranern, Chilenen, Japanern, Chinesen, Polen etc. anders gelaufen?
        In erster Linie entscheidet die Sprache, über die Möglichkeit sich zu integrieren, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen,
        In der türkischen Kultur erziehen meistens die Mütter die Kinder, dürfen, wollen, oder sollen diese Mütter kein Deutsch lernen, so haben die Kinder einen Nachteil und die Mütter schämen sich womöglich ihrer Sprachlosigkeit. Ich denke, an dieser Stelle ist eines der größten Probleme der Integration. Man kann Deutschland vorwerfen kein Einwanderungsgesetz zu haben, wie zum Beispiel in Australien, wo ohne bestandenen Sprachtest keine Einwanderung möglich ist.
        Ein solcher würde womöglich den Druck auf die türkischstämmigen Ehemänner erhöhen, ihren Frauen einen Sprachunterricht zu ermöglichen. Aber wie ich schon schrieb, Ausnahmen bestätigen die Regel. Als Fussballjugentrainer habe ich 6 -7 Nationen in einer Mannschaft trainiert und es ist ein guter Weg, gerade Jugendliche über Sport zu integrieren. Aber es gibt Vereine, die im Grunde rein mit türkischstämmigen Spielern besetzt sind. Ich hatte Spieler, welche diese Vereine verlassen haben, da sie selten eingesetzt wurden, sie hatten andere Nationalitäten.
        Integration hat zwei Seiten die aufeinander zugehen dürfen. Ich habe jetzt ein Jahr mit unbegleiteten, männlichen, minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet und versucht es ihnen zu erklären. Es waren Jugendliche die auf Gesamtschulen gingen oder Berufsschulen. Das Wichtigste ist die Sprache, so kann Deutschland eine Chance sein.
        Wir Passdeutschen ohne Migrationshintergrund sollten helfen diese Chance zu bewahren, indem wir
        uns nicht selber beschuldigen, denn der soziale Frieden ist ein Bestandteil dieser „Chance“.
        Ich bin hier in meiner Heimatstadt öfter eine Minderheit, ein „Weißbrot“ und weiß, wie man sich fühlt Minderheit zu sein. Es gibt hier Schulen, die im Grunde keine Kinder mit deutschen Hintergrund haben, das kann auf den einen oder anderen Menschen befremdlich wirken und für Verunsicherung sorgen.
        Ich glaube es ist wichtig die Stimmen aus allen Lagern zu hören und zu versuchen konstruktive Lösungen für ein Zusammenleben zu finden. Ich denke ein vernünftiges Einwanderungsgesetz wäre eine faire Chance für Menschen aus der ganzen Welt hier zu leben und dieses Land weiter zu entwickeln.

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      3. Ich sage nicht, dass die Dinge zwingend so sind, sondern möchte dazu anregen, sie zu hinterfragen. Auch bzw. gerade unsere Rolle zu hinterfragen. Die der Politik, der Gesellschaft, unseres Miteinanders.

        Ich stimme dir übrigens dahingehend, dass die Sprache das erste wichtige Instrument ist, ohne das gar nichts geht, uneingeschränkt zu. Das kann ich aus meiner Erfahrung heraus bestätigen. Aber letztlich ist das nur meine Erfahrung, mein subjektives Empfinden. Du beschreibst viel von deinen Erlebnissen und ich verstehe durchaus, dass das eigene Erleben die eigene Meinung stark beeinflusst. Daher plädiere ich ja dafür, seine eigene Meinung(sbildung) zu hinterfragen, nicht generalistisch von seinen Erfahrungen auf das große Ganze zu schließen.

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    2. Humanitäre Werte? Soldaten in Länder zu schicken um dort die Zivilbevölkerung notfalls durch erschießen daran zu hindern sich gegen die Plünderung des Landes zu wehren?
      Soldaten mit Schießgenehmigung die Handelsrouten schützen damit wir Ressourcen aus anderen Ländern billig bekommen während die eigentlichen Besitzer an Hunger sterben?

      Über die Behandlung von Frauen in Deutschland wird nur dann geredet wenn es um Migranten geht. Wenn du mal die Volldosis männlicher Frauenverachtung erleben willst, fahre zum Oktoberfest nach München. Es gibt genug weitere Beispiele, aber nirgendwo bekommt man es so kompakt.

      Es gibt viele die rum jammern wegen der Gelder für Flüchtlinge, aber dabei wird vergessen dass keinen Cent davon die Bevölkerung bekäme wenn die Flüchtlinge nicht wären. Seit Jahrzehnten wird behauptet es ist kein Geld da, wenn es um Dinge wie Bildung oder ähnliches geht. Nicht erst seit wir Banken retten oder Flüchtlinge in großen Mengen aufnehmen. Unsere Regierung gibt Milliarden für die Rüstung aus, Wir führen Kriege oder beteiligen uns daran und nehmen Menschen ihre Familien, Freunde, Arbeit, Wohnung und sorgen dafür dass sie ihre Länder verlassen müssen. Nur herkommen sollen sie nicht? Humanitäre Werte Deutschlands sind es die diese Flüchtlingsströme mit verursachen.Die Gier nach GEWINN und Konsum. Ich pfeife auf solche Wette und das sage ich als (Bio-)Deutsche.

      Als Mutter kann ich sagen, dass es nervt wenn man sich ständig mit von Vorurteilen verseuchten Lehrern auseinander setzen muss.Und ganz ehrlich: man kann an den Luxusproblemchen anderer Eltern beim Elternabend schon verzweifeln. Als Mutter von Vereinsmitgliedern weiß ich wie viele Vereine nur Blondschöpfe haben und welche bunt sind und als Bewohnerin/Mieterin weiß ich auch warum das so ist. Manche Viertel werden nur von Deutschen bewohnt weil die Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften dort keinem Migranten eine Wohnung geben. So wie es Reichenviertel gibt und nur in bestimmten Gegenden HartzIV- Empfänger wohnen weil sie von Vermietern nicht gewünscht sind als Mieter. Aber derartige Diskriminierungen die täglich statt finden will immer niemand sehen. Sie führen zu Parallelwelten die künstlich geschaffen werden.

      Todesstrafe? Es gibt jede Menge Deutsche die die Wiedereinführung der Todesstrafe für Vergewaltiger und Kinderschänder befürworten. Man muss nicht immer weit schauen. Meist liegt der Dreck vor der eigenen Haustür.
      Aber das Problem ist dass wir erst einmal mit dem Finger auf andere zeigen. „als erstes steht der Wille der Ankommenden, sich auf ein Land einzulassen“. Nein, als erstes müssen wir den Willen zeigen Hürden zu meistern und es gemeinsam zu schaffen. Als erstes müssen wir auf die Leute zu gehen und nicht nur Erwartungen an sie heran tragen. Als erstes müssen wir uns klar machen warum sie hierher kommen, jenseits von populistischem Wirtschaftsflüchtling-gequatsche. Als erstes müssen wir uns klar machen welche Schuld wir daran tragen das sie ihre Länder verlassen müssen

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      1. Was mich stört an deinem Kommentar ist das pauschale „wir“ es gibt sicherlich eine größere Menge Menschen in diesem Land die nicht in deine Zustandsbeschreibung passen.
        Ich habe schon einmal in einem Kommentar geschrieben, für wie wichtig ich die Sprache der Worte finde.
        Jemand schrieb der Autorin hier, sie hätte in ein Wespennest gestochen.
        Damit ist ja verbunden das wilde Wespen hin und her stechen.
        Das sehe ich nicht so, ich finde das Posting der Autorin sogar sehr sinnig, es regt zu einem Diskurs an und den benötigt die Gesellschaft.
        „Wir“ sollten lernen uns zuzuhören und uns, wie hier auszutauschen über unsere Meinungen, Ängste, Ideen.

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      2. Merkst du eigentlich dass du das Thema meidest und drum rum schwafelst? Man kann Worte auch benutzen um nichts zu sagen. Du hast viele Kommentare zu dem Beitrag gebracht und viel gemeint, aber so einiges sollte davon hinterfragt und genauer beleuchtet werden. Anscheinend magst du das nicht. Du redest von
        Deutschrussen aber von Türken mit deutschem Pass, warum sind das keine Deutschtürken? Einen Status kann man sprachlich ausdrücken. Dem einen wird zugestanden was dem anderen verweigert wird, aber du siehst die Verweigerung nicht. Gegenargumente und mögliche Erklärungen beachtest du nicht. Für dich sind „die anderen“ schuld und du möchtest Deutschland in blendend weißem Licht erstrahlen lassen. Die Schatten blendest du aus und wenn jemand darauf hinweist dann lenkst du ab. Ja , es ärgert mich wenn Menschen absichtlich blind sind und manchmal macht es mich wütend. Du bezeichnest meinen Kommentar als zu pauschal, aber ganz pauschal schreibst du von Werten die Deutschland schon längst abgelegt hat. Meine „Zustandsbeschreibung“ wie du es nennst bezieht sich auf den Großteil der Bevölkerung

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      3. Wie hell ist ein Land das Krieg in andere Länder schleppt, Völker ausbeutet, Flüchtlinge aus Profitgier produziert?
        Ja, du schwafelst. Schwafelst über Eindrücke von geschriebenem, aber du hast nichts zur Sache zu sagen

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      4. Ich für meinen Teil, werde weiter daran arbeiten, dass dieses Land ein tolerantes, friedvolles, respektvolles, offenes, humanitäres, Land bleibt ohne Ausgrenzung, Homophobie. Ich werde daran mit genau diesen Attributen arbeiten.
        Wie es bei den anderen 80 Millionen aussieht kann ich nur aus meinen Erfahrungen beurteilen.
        Du bist herzlich eingeladen mit zu gestalten.

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      5. Du beginnst doch aus zu grenzen wenn du anfängst das eigentliche Thema zu umgehen während du die Äußerungen anderer Leute bewertest.Und das machst du jedes Mal wenn jemand eine Meinung vertritt die dir nicht gefällt. Es zählt nicht nur deine Erfahrung, denn andere Menschen haben auch Erfahrungen gesammelt, haben Meinungen entwickelt und wenn du etwas verbessern willst, kannst du nicht die Augen vor allem verschließen was nicht in deinem Sinn ist. Dieses Land ist nicht friedlich-wir tragen Krieg aktiv raus in die Welt. Dieses Land ist nicht offen und respektvoll, denn es beutet aus, stiehlt, tötet.Dieses Land ist nicht ohne Ausgrenzung, denn hier werden viele ausgegrenzt. Fang an die mit der Realität aus einander zu setzen.Nur wenn du die Dinge siehst wie sie sind, kannst du was ändern. Wenn du nur in deiner Traumblase bleibst, in der alles hell und strahlend ist, dann lebst du in Disney World aber nicht in Deutschland.

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      6. Wenn du Deutschland realistisch siehst, siehst du wo du etwas ändern kannst. Manchmal ist es nur Information für andere, manchmal ist es aktives handeln. Jeder wie er kann, aber wichtig ist, dass sich etwas bewegt und nicht über unnützes gefaselt wird.

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      7. Du hast gemeint man solle mal die Grundwerte abfragen, aber wenn du alle die nicht deine Vorstellung der Grundwerte teilen ausschließt dann bist du der Gegner von Toleranz, Offenheit und Freiheit. Wenn Menschen ihre Heimat gestohlen wird, dann brauchen sie einen Ort wo sie hin können und dann fragt man nicht nach Grundwerten sondern hilft.

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      8. Meine Beschreibung zu meinem Deutschlandbild, für welches ich mich einsetze hast du als Gegnerschaft aufgefasst?
        Also den Einsatz für Toleranz, Humanität, Weltoffenheit, gegen Homophobie, für Gleichheit…?

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  4. Mein Fazit, je offener wir diskutieren und die Probleme benennen, desto mehr Lösungswege finden wir, das bedeutet auch sehr offen unsere offen gelebte Gesellschaft bei den Neuankommenden einzufordern, ansonsten ist es der falsche Ort für sie.
    Das habe ich dem Pakistani gesagt.
    Wer Menschen auf Grund ihrer Sexualität töten will, hat hier keinen Platz.
    Als Gesellschaft dürfen wir Kante zeigen, gegen eine Diktatur konservativer, archaischer Wertvorstellungen.
    Kante zeigen gegen Immigranten die das System ausnutzen, nehmen, aber nicht geben.
    All das sollten wir mit den Ankommenden diskutieren, Stammtische mit ihnen gründen.
    Und bei aller Humanität auch Härte zeigen, wenn Menschen unsere Gesellschaftlichen Werte nicht anerkennen, sie sogar bekämpfen.
    Was Deutschland dringend benötigt ist ein Integrationsgesetz, wie es Kanada, Australien, die USA etc. haben.
    Letztendlich benötigen wir eine kluge Politik.
    Und seit den Golfkriegen scheint mir die Politik nach dem Chaos zu rufen.

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  5. Mein Religionslehrer hat früher mal gesagt, man braucht sich nichts darauf einbilden, wenn man 5 Jahre länger in Deutschland ist. Und ich habe das Gefühl, dass es heute noch besser passt als damals. Auch globaler betrachtet. Wie weit ist es denn mit unserer Toleranz gegenüber Anders-Sexuellen. Oder beim Umgang mit Frauen. Gestern erst war Equal Pay Day. Aber warum auch immer, haben wir es immer nötig uns anderen gegenüber zu erhöhen.

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  6. Ich habe auch mehr als ein Jahr in der Flüchtlingshilfe gearbeitet, eine Kleiderkammer mit aufgebaut, Wohnungen mit eingerichtet und so weiter. Dabei habe ich viele Menschen kennengelernt, die wirklich verzweifelt waren, dass sie gezwungen waren ihr Land zu verlassen. Die lieber gleich zurück gekehrt wären, wenn die Angst vor dem Krieg nicht noch größer gewesen wäre. Ich musste mich so oft rechtfertigen, „Warum“ ich das mache. Ich habe das Diskutieren aufgegeben, weil es mir einfach Kraft raubt. Die Kraft kann ich gut für andere Dinge brauchen.

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  7. Du hast Recht. Kaum spricht man das Thema an, Zack, springt alles wie das Rumpelstilzchen ums Feuer. :’D

    Fände es schön, wenn die Gesellschaft wieder Respekt lernt – dann könnte man vielleicht auch mal wieder vernünftig miteinander reden ohne das Gefühl zu haben, man wird für jedes Wort gehängt.

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  8. Ich habe momentan dreizehn Flüchtlingskinder in meiner internationalen Klasse. Alle sind unserer Kultur zugewandt, sind offen für das, was uns ausmacht. Aber sie haben auch großes Heimweh.
    Bei nur einem würde ich vermuten, dass er sich nicht integrieren wird, sondern das wichtigste für ihn ist, seine Familie nachholen und finanziell versorgen zu können.
    Wie es mit den Eltern aussieht? Keine Ahnung. Die syrischen Mütter, die ich kennengelernt habe, scheinen mir recht westlich orientiert zu sein. Und: Ich hatte als Frau und Lehrerin noch nie ein Problem mit den Vätern. Bisher sind alle, Kinder sowie Eltern, dankbar, dass sie hier Aufnahme gefunden haben. Und es liegt nun u.a. an mir, wie das mit der Integration klappt. Jetzt kann ich allerdings schon sagen, dass es den afghanischen Flüchtlingen, die wir haben, leichter fällt, weil sie nur vereinzelt hier sind, wohingegen die syrischen sich stärker aneinander halten.
    Es ist nicht alles gut, ich unterstütze die Politik nicht in jeder Hinsicht. Ja, wir sollten Asyl geben, aber erst wenn wir sicher sind, dass die vorgelegten Identitäten stimmen. Nein, wir sollten nicht „jeden“ reinlassen. Ja, irgendwann muss mal Schluss sein, weil z.B. noch mehr syrische Flüchtlinge kaum integriert werden können und sich dann definitiv eine Parallelgesellschaft entwickelt. Und ja, man muss auch abschieben können und das zügig. Es gibt nun mal leider die, die Nutznießer sein wollen, aber denen unsere Werte gleich sind. (Die gibt es genauso bei den muslimischen Einwanderern, wie auch bei den orthodoxen aus Bulgarien, Russland, den christlichen aus Polen usw.)
    Aber: Von insgesamt 20 internationalen Kindern sind es lediglich zwei, bei deren Eltern meiner Meinung nach ein Ausnutzen des deutschen Sozialstaates der vorangestellte Grund für einen Zuzug nach hier war. (Und dass sie sich dann aber nicht integrieren oder irgendwann selbst Teil des Sozialstaates sind, ist damit ja auch noch nicht gesagt.)

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  9. Hast du Angst die wahren Schuldigen mit deutschem Pass zu nennen? Sie sitzen (zum Teil) in Berlin. Wenn du mehr über die Krise wissen willst, das Buch „Die Getriebenen“ von Robin Alexander gewährt dir einen recht guten Einblick.

    Niemand behauptet, die Masse der Migranten sei kriminell. Leider reichte eine Minderheit, um die Zahlen in der Kriminalstatistik des BKA ab 2015 nach oben schnellen zu lassen. Vermutlich wissen die „Stammtischbrüder“ nicht einmal, dass diese noch schöngerechnet worden sind und NRW, Hamburg und Bremen die Angaben verweigern. Die SPD lässt grüßen.

    Der Trick, um es zu verschleiern: 1. Werden die Straftaten von Migranten mit denen der Gesamtbevölkerung Deutschland verglichen, ist kaum eine Auffälligkeit zu sehen. 2. Es werden nur aufgeklärte Straftaten erfasst.

    Es sind auch keine Stammtischparolen, dass Deutschland 20 Milliarden zur Bewältigung der Krise aufwenden muss, die eigene Bevölkerung aber erneut vergessen worden ist. Die Stammtischparolen kommen derweil von Mr. 100 Prozent, dem Linkspopulisten Schulz.

    Es sind auch keine Stammtischparolen, dass „die Schuldigen mit dem deutschen Pass“ keinen Hilfeplan hatten und haben. Außer den schon erwähnten Steuermilliarden, die noch im Überfluss vorhanden sind. Wenn das Geld ausbleibt, wird es finster.

    Niemand wird einem echten Flüchtling die Hilfe verweigern. Vielleicht hast du meinen letzten Artikel gelesen und den Hinweis auf Imad Karim gesehen. Dann verstehst du bestimmt besser wer (aus Syrien) wirklich nach Deutschland kam. Als ich das letztes Jahr ansprach, hat man (Frau) Gift und Galle gespuckt.

    „Es gibt da eine Minderheit, bei der ihr nicht willkommen seid.“ Anders wird ein Schuh draus: „Es gibt da eine links-grüne Minderheit, bei der ihr willkommen seid.“ Wobei „ihr“ bitte zu definieren wäre.

    „Schaut euch die Wahl in Holland an. Das war ein Statement.“ Wir sprechen doch von der Wahl, die den Rechtspopulisten Wilders nun zur zweitstärksten Kraft in Holland machte? Ja, das war dann ein Statement. Wirklich.

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    1. Du sagst sehr viel Wahres. Aber viele Worte, die andere von sich geben, sind häufig unreflektiert, ein Ausdruck von Zorn, Frust und Hilflosigkeit. Zum Beispiel fließt viel Geld, klar, aber (ich glaube, jemand anders hatte es hier schon in einem Kommentar erwähnt) das Geld wäre sowieso nie zu uns geflossen, d. h. konkret zu uns. In die Rente, die Bildung oder die Krankenkassen.

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      1. Das Thema ist zu komplex, um es mit einfachen Sätzen wie „Warum wollen sie uns nicht?“ oder „Ausländer raus!“ abzuhandeln. Leider gehen die wenigsten in die Tiefe. Was bleibt ist Angst. Aus Angst wird oft Hass. Aus Hass entsteht Gewalt. Von beiden Seiten.

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  10. Aubacke, da stößt Du ja auch hier in ein Wespennest. Ich bin ganz bei Dir – obwohl ich , ganz frei von Stammtischparolen, auch sagen möchte, dass nicht alle Menschen mit Migrationshintergrund „ohne“ Wenn und Aber sind. Das führt für mich aber nicht dazu, dass ich gleich Vorverurteilungen ausspreche. Aber ich bin sehr dafür, unseren Wohlstand zu teilen. Ich persönlich arbeite zwar und trage schon auch mit dazu bei, dass es unserer Gesellschaft gut geht. Ich habe aber nichts dafür geleistet, hier geboren worden zu sein. Das ist nicht mein Verdienst, und genausowenig kann ich andere dafür verurteilen, dass sie nicht hier geboren sind, aber eine bessere Welt für sich und ihre Kinder suchen. Welche Mutter, deren Kind von Krieg, Gewalt oder auch „nur“ vom Hunger bedroht ist, würde das nicht tun? Eben. Ich kann verstehen, dass damals, in den 40ern, als die Ostvertriebenen herkamen, hier Hartherzigkeit und Angst regierten. Da gab es einfach keinen Kuchen, von dem man auch mal ein Stück abgeben konnte. Da haben alle ums Überleben gekämpft, waren vom Krieg traumatisiert (mein Vater kam damals aus dem Osten hierher, und hadert bis heute damit, wie hart die Menschen damals waren. Das waren Deutsche, und die wollte auch keiner hier haben! Und was ich bis heute nicht verstehe: Warum ER dann nicht wenigstens heute die Tür aufmacht für die Vertriebenen aus anderen Ländern, weil er ja weiß, wie katastrophal es ist, wenn man nicht willkommen geheißen wird.
    Uns geht es gut. Aber wir werden umdenken müssen. Unser Wohlstand ist auch auf Blut und Armut anderer Länder gebaut. Wenn wir nicht lernen, zu teilen, wird es ein böses Ende nehmen, so oder so. Ich habe nicht das Gefühl, dass jemand mir etwas weg nimmt. Weder einen Arbeitsplatz, noch Geld oder Sozialleistungen. Ich habe alles bekommen, was ich brauchte, obwohl ich es mir nicht „verdient“ habe. Und es ist immer noch genug da.

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  11. Schwieriges Thema und irgendwem tritt man damit immer auf den Schlips, egal was man sagt. Wir kriegen viel und haben viel Luxus, der uns gar nicht mehr bewusst ist und der sogar in Ländern wie der USA nicht exisitert. Und die sind eben kein Dritte Welt Land. Das Gesundheitssystem zum Beispiel. Klar, es gibt auch dort Probleme, aber wir haben eines der 16 Besten der ganzen Welt. Wir sind alle versichert usw. Wir sollten anfangen für sowas dankbar zu sein. Das wir jederzeit zum Arzt gehen können, ins Krankenhaus und nicht tausende Euro dafür blechen müssen. Das wir überhaupt sowas wie Harz 4 haben. Ich bin auch Kritiker vom System dahinter und finde es oft ungerecht verteilt.

    Du hast Recht, es ist nicht die Mehrheit, die gegen Ausländer sind. Es sind nur die Lautesten. Vielleicht liegt es auch an der Kultur und der Erziehung in anderen Ländern, die so aufeinanderprallen. In der Straßenbahn letztens konnte ich zum Beispiel einen guten Fall beobachten. Ein Trupp von Syrern war mit drin und sie haben sich nicht schlecht benommen. Aber sie haben sich sehr laut unterhalten und waren ausgelassen, während die anderen Menschen still und schweigsam dagegessen haben. Das ist deren Normalität laut zu reden und es ist in deren Kultur nichts Ungewöhnliches. Für uns ist es das, da wir einfach anders erzogen wurden. Aber vielleicht sollten wir voneinander lernen und Kompromisse schaffen, anstatt einen extremen Weg zu wählen. Sei es der Linke oder der Rechte.

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  12. Ich lebe in einem Mikro-Kosmos, in unserem Haus leben, gefühlt, Menschen ALLER Nationen und es ist toll. Ich glaube nicht, dass Farben, Religion oder Herkunft eine Rolle spielen. Überall gibt es Kluge und Dumme, Böse und Gute und die meisten sind irgendwo dazwischen.
    Liebste Grüße Ela

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  13. Die „Stammtischparolen“ kommen ja meistens aus ihren eigenen Ängsten… und diese Stammtischparolen-Redner kommen aus ihren Ängsten schwer raus. Das ist gar nicht soooooo einfach. Du kannst ja nicht sagen: „Habe keine Angst!“. Du kannst nur aufzeigen, dass es für Dich persönlich noch eine andere Sichtweise oder so etwas in der Art :-)

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  14. Die Wahl in Holland hat nur gezeigt, dass die Ideen von Rechts übernommen wurden, um diese aus der Regierung rauszuhalten.
    Wenn ich sowas schon lese: Auf deren Kosten. Ohne die Globalisierung und Arbeitsplätze, wäre der Großteil der 3. Welt noch viel schlimmer dran. Es herrscht ein Wettkampf international, weil jeder für sich selbst sorgen muss. Wer dies nicht tut, kann früher oder später durch den Ressourcenverlust im Vergleich zu anderen potenten Konkurrenten, die diesem „humanistischen“ Politikbild nicht folgen, übermant werden.

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