Ein Cowgirl am See

Den meisten ist es völlig wumpe, mir nicht: Heute ist Weltnichtrauchertag.

Genau heute vor zwei Jahren habe ich es aufgegeben, das Rauchen. Und wie gern würde ich nochmal. Wenigstens manchmal, so hin und wieder. Immer dann, wenn ich mich nach Freiheit sehne, nach einer Auszeit, nach Entspannung, nach Ruhe. Immer dann, wenn ich das Leben gerne unterbrechen und auf „Pause“ drücken möchte.

Das Nichtrauchen fällt mir bis heute immer wieder schwer. Ich bin zwar nicht gefährdet, rückfällig zu werden, aber manchmal wünsche ich mir diese Momente mit Zigarette trotzdem herbei.

Wenn man mich fragt, was ich besonders schön finde, würde ich ein Bild davon zeichnen, wie ich an einem lauen Sommerabend am See sitze. Um mich herum sind die Bäume und Büsche, das Wasser plätschert, ein paar Grillen zirpen. Irgendwo hört man Menschenlachen. In meinem Haar steckt eine Sonnebrille, auf meinen Lippen liegt ein zufriedenes Lächeln. Und zwischen meinen filigranen Fingern steckt eine glühende Zigarette. Weil das Bild ohne sie einfach nicht vollständig wäre.

 

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8 Gedanken zu “Ein Cowgirl am See

  1. Fast hätte ich geschrieben: Trotzdem herzlichen Glückwunsch zu den 2 Jahren! ;-)

    Ich (nie geraucht) finde immer wieder den Widerspruch bemerkenswert, über den ich oft stolpere, wenn ich mit Rauchern und ehemaligen Rauchern spreche. Nämlich, dass etwas, das so oft mit „Freiheit“ assoziiert wird, in eine Abhängigkeit, also Unfreiheit, führt. Ansonsten wäre es ja kein Problem, manchmal, so hin und wieder.

    Umso größer die Leistung, aus dem Kreislauf auszubrechen, finde ich. Auch wenn dein Bild schon etwas sehr idyllisches hat.

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  2. Oh ja, ich kenn das gut!!! Ich bin seit gut drei Jahren jetzt weg davon. Aber vermissen tu ich es auch hin und wieder nahezu schmerzlich. Aber etwas Glück habe ich schon, denn wenn es zu heftig wird, dann rauche ich immer ein paar schnell während ich träume. Weiß zwar, dass ich nicht mehr rauche, weiß aber auch das ich träume … dann klappts.

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  3. Ich bin seit 10 Jahren nicht mehr rauchend dabei, für mich war das Bild immer: ach, in einem Straßencafé in der Sonne sitzen, Leuten zugucken, eine rauchen… Aber seit einigen Jahren ist diese Sehnsucht nicht mehr vorhanden, eher gibt es eine Freude, damit nichts mehr zu tun zu haben. Besonders, wenn ich Leute mitkriege, die sich z.B. beim samstäglichen Shoppen mit X Tüten in der Hand sich eine Zigarette anzünden, als ob die ihnen Kraft geben würde… oder Leute, die sich beim Treppensteigen aus der U-Bahnstation eine anzünden müssen. Ich vermisse es wirklich nicht mehr, aber könnte gar nicht genau sagen, wann das genau gewechselt hat…

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  4. Glückwunsch! Ich bin ja derzeit wieder rückfällig geworden, kämpfe also noch mit dem Suizid auf Raten. Bei mir sind es immer die sowieso schon entspannten Momente, in denen mich die Schmacht überkommt. Weil die tolle Entspannung ja noch toller wäre mit Krebsstangerl. Doof.

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