Von Tascheneumel Lou, meinem Wunsch nach einem Katzenleben und der magischen 30

Ich gehöre zu dieser Sorte Mensch, die manchmal ziemlich unbequem für ihr Umfeld ist, weil sie Dinge gerne infrage stellt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass etwas nicht deshalb gut sind, weil man es schon lange auf diese Weise macht.

Manchmal breche ich auch einfach Regeln.

So wie jetzt. Wer sie nachlesen möchte, gerne hier, bei tallyshome. Ihr verdanke ich auch die Nominierung für den Award. Ich freue mich tatsächlich über solche Nominierungen.

Nur schrecklich einschränkende Regelwerke sind mir ein Graus. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mich trotz mehrerer Angebote gegen eine Promotion entschieden habe. Und damit wäre die erste von drei Sachen über mich auch schon verraten.

Was ihr definitiv auch noch nicht wusstet: Seit kurzem begleitet mich Lou, ein Tascheneumel, der schlechte Laune wegknuspert. Er ist noch etwas fotoscheu, aber das kriegen wir bald hin.

Ich werde dieses Jahr übrigens 30. Und ich habe vor, mich dann nicht in Deutschland zu befinden, sondern in Asien. Vietnam, Kambodscha, Laos. Vielleicht bereisen wir alle drei Länder. Vielleicht auch nur zwei. Jedenfalls wollen wir vier Wochen mehr oder weniger backpacken. So der Plan.

Tally hat ein paar Fragen an mich formuliert:

1. Du bist zu einer Faschings-Party eingeladen und freust dich. Endlich mal wieder ordentlich verkleiden und Karneval so richtig abgehen. Als du auf der Party ankommst, natürlich in voller Montur, stellst du fest, dass niemand sonst verkleidet ist. Du wurdest nämlich nicht zu einer Faschings-, sondern zu einer Fashion-Party eingeladen. Was machst du jetzt?

Ich wäre niemals zu dieser Party gegangen. Ich hasse Karneval. Aber nehmen wir an, ich hätte es doch getan. Hätte mich in mein Maus- oder Käsekostüm geschmissen und wäre dort völlig lächerlich aufgetaucht. Dann würde ich völlig cool sagen, dass Fashion nun mal Geschmacks- und Definitionssache ist und ich finde, dass ich im Vergleich zu den Laufstegen dieser Welt sogar noch ziemlich dezent gekleidet bin. Trotzdem würden alle Menschen begeistert Fotos machen. Und obwohl ich grundsätzlich „falsch“ angezogen bin, im wirklichen Leben nämlich chronisch overdressed, hätte ich nun aus Versehen einen Fashion-Blog und 20.000 Follower bei Instagram. Scheiß Karneval, echt.

2. Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du dann gerne und warum?

Ganz klar: Katze. Die haben Personal, kuscheln gerne und fressen viel. Außerdem sind sie hübsch, elegant und haben ihren eigenen Kopf. Zudem kann ich ähnlich schnurren und fauchen. Und du weißt nicht, ob ich jetzt das eine oder das andere mache.

3. Ich bin bekanntlich ein totaler Chaot, der nicht gerne aus dem Haus geht und auch nicht gerne aufräumt. Wie würdest du mich dazu animieren bzw. motivieren, mit dir nach draußen zu gehen oder den Haushalt zu erledigen? (Drohnungen sind nicht erlaubt! Sonst weint die Tally!)

Liebe Tally, ich wünschte gerade, ich würde dich besser kennen. Denn dann würde die Antwort natürlich leichter fallen. Aber das Grundprinzip ist relativ simpel. Wenn du Leute dazu bringen willst, etwas bestimmtes zu tun, musst du ein Bedürfnis in ihnen wecken. Und da ich nicht weiß, was dich nach draußen zieht, bleibt mir leider nix anderes übrig, als dir aus Versehen einen ganzen Sack Spinnen ins Haus zu kippen. Sehr wahrscheinlich, dass du dann erstmal nach draußen gehst, wenn ich andere Frauen als Maßstab nehme. Und den Haushalt würdest du natürlich auch sofort und liebend gerne machen, wenn ich mich bei dir zum Kaffee einlade und sage, dass ich jemanden kennengelernt habe, den du unbedingt auch kennenlernen musst. Dass diese Person beim Jugendamt arbeitet, erwähne ich nur nebenbei. Ist ja eigentlich auch egal.

Boah, das war jetzt grausam. Ich fühl mich schon etwas schlecht. ;-)

4. Jeder Mensch hat ja bekanntlich ein „Steckenpferd“. Was denkst du, ist deine besondere Fertigkeit/Fähigkeit, welche dich persönlich von anderen Menschen und deren Fertigkeiten/Fähigkeiten hervorhebt?

Ich bin die Königin der Analyse. Ich kann alles haarklein auseinandernehmen. Ich finde jeden Fehler, weiß wo sie liegen und warum sie dort liegen. Ich weiß, welche Alternativen es gibt und was es zu berücksichtigen gilt, welche Hürden auf einen zukommen und welcher Gewinn sich einstellt.

5. Thema Kinder. Hast du welche und/oder möchtest du welche? Wie viele? Und warum überhaupt oder warum besser doch nicht?

Tick, tack, tick, tack. Mehr weiß ich nicht.

Zu diesem Award gehört übrigens auch, die fünf beliebtesten Beiträge rauszusuchen. Das habe ich hier schonmal gemacht.

Nun darf ich mir noch fünf Fragen ausdenken.

  1. Was steht als Nächstes in deinem Kalender?
  2. Welche Dinge liegen auf deinem Nachttisch?
  3. Was finden wir in deinem Portmonee?
  4. Welchen Alkohol hast du vorrätig?
  5. Was sieht man, wenn man aus deinem Schlafzimmerfenster blickt?

Explizit nominieren werde ich genau die drei Blogs, die gerade ganz oben in meinem Reader sind. Herzlich eingeladen, die Fragen zu beantworten, darf sich aber jeder fühlen.

Sarah Marie

Bette Davis left the bookshop

Samybee

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10 Gedanken zu “Von Tascheneumel Lou, meinem Wunsch nach einem Katzenleben und der magischen 30

  1. MUAHAHA! Ich habe die erste Frage gestellt, obwohl ich selbst Karnevall besch***** finde :D Aber irgendwie ging mir Fashion und Fasching nicht aus dem Kopf und daraus musste eine Frage werden. Deine Antwort hat es aber gerettet :p dafür war es die Frage also wert. Mit den Spinnen muss ich dich leider Enttäuschen ;-) Ich liebe Spinnen. Du würdest also dafür sorgen, dass mein Mann (der einzige der hier wirklich putzen kann) schreiend, hysterisch das Haus verlässt und wahrscheinlich NIE wieder zurück kommt und ich? Ich würde dann im Chaos ertrinken … mit einigen Spinnen als einzige mir verbliebene Gesellschaft, da mein Mann garantiert Wurzelgnom mitnehmen würde, um ihn vor dem GRAUEN zu schützen :D Aber sehr lustig die Vorstellung! Danke dafür! Das mit dem Jugendamt würde wohl tatsächlich funktionieren, aber mit einem Nervenzusammenbruch meinerseits enden, weil ich dann wahrscheinlich aus lauter Panik sogar das Klo mit der Zahnbürste reinigen würde. Und wenn ich fertig wäre, erst dann, weil wieder ruhig, würde mir einfallen, dass das Jugendamt meine Unordentlichkeit wahrscheinlich hinsichtlich anderer Fälle nur müde belächeln würde … naja, wenigstens wär die Wohnung mal klinisch grundgereinigt …! ABER BÖSE ! DAS IST VOLL BÖSE! (und daher gut gesagt!) Was die Königin der Analyse angeht …. perfekt. Du darfst einziehen. Ich finde die Fehler, weiß immer wo sie sind und scheitere dann an der Lösung aufgrund mangelnder Organisationsfähigkeit. Ergo …sowas wie dich brauch ich! PERFEKT!

    Gefällt 3 Personen

    1. Ich kann das auch bei mir. Natürlich emotional deutlich verstrickter und deshalb sicher irgendwo auch weniger klar, aber prinzipiell kriege ich das hin. Das Wissen ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Vor Selbstsabotage bin ich deshalb nicht gefeit. ;)

      Gefällt 1 Person

  2. Sehr unterhaltsam :)
    Tascheneumel und überhaupt das Wort Eumel musste ich jetzt erst einmal googeln. Da bin ich ja gespannt, ob sich deiner einmal vor die Kamera traut. Wenn er erfolgreich schlechte Laune vertreiben kann, könnte er auch mein nächstes Haustier werden.

    Gefällt 1 Person

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