Warum warum nicht gut ist – Auf ein Wort #8

Warum.

Warum?

Ja, warum eigentlich? Komm sag’s. Rechtfertige dich!

Wirkt ein wenig überzogen, ja. Aber in vielen Ausbildungen, in denen die verbale Kommunikation eine zentrale Rolle spielt, ist das Wörtchen „Warum“ ein Tabu. Der Grund dafür ist, dass es häufig zur Rechtfertigung auffordert. Ob das nun dem Wort inhärent ist oder von uns mit dieser Bedeutung belegt wird, kann ich nicht sagen.

Aber ich teile gerne meine Beobachtung mit euch. Und die deckt sich tatsächlich mit der Rechtfertigungsbedeutung. Immer wenn im Coaching Warum-Fragen gestellt werden, ist der Widerstand des Coachees spürbar – völlig unabhängig davon, wer Coach und wer Coachee ist.

Wird die Frage dagegen anders formuliert, zum Beispiel mit „weshalb“, gibt es diesen Widerstand oftmals nicht.

Ich mag das Wort „warum“ eigentlich sehr gerne. Es fühlt sich so rund an, so melodisch, geht so schnell und einfach über die Lippen. Sich zu trennen, tut schon fast ein wenig weh. Eine widerstandsgetränkte Kommunikaton aber auch. Wahrscheinlich sogar noch mehr.

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5 Gedanken zu “Warum warum nicht gut ist – Auf ein Wort #8

  1. Vielleicht liegt es daran, dass viele nur dann nach dem Warum fragen, um den anderen mit Vorwürfen zu überhäufen? Warum hast du nicht angerufen? Warum zeigst du mir nicht, dass du mich liebst? Warum hast du nicht den Müll raus gebracht? All das impliziert eigentlich, dass das Gegenüber das meiner Meinung nach hätte tun sollen. Natürlich gibt es auch ein warum, was einfach auf Interesse beruht: da ist dann egal ob wieso oder weshalb oder warum :) Kinder fragen oft warum, und es wird nicht als Vorwurf interpretiert. Viel hängt ja auch mit den Vor-Erfahrungen zusammen. Viele Grüße

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