Bettler

Mit krummem Rücken sitzt er dort,

tagein, tagaus am selben Ort,

sieht Menschen rasch vorüberzieh’n,

als ob sie vor der Wahrheit flieh’n.

 

Mit konsequenter Ignoranz,

gewährt der Mensch ihm keine Chance,

einmal freundlich nachzufragen,

nur als Bitte, ohne Klagen.

 

Man kennt ihn schon, doch will es nicht,

dies‘ Stadt verschandelnde Gesicht,

als Sinnbild für des Menschen Leid

in unsrer wohlhabenden Zeit.

 

Sein Leben, es ist kalt und rau,

doch eins, das weiß er ganz genau,

Hoffnung ist noch nicht erloschen,

bald schon fällt der nächste Groschen.

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5 Gedanken zu “Bettler

  1. Ohje!
    Dass er pleite ist, ist schon schlimm. Aber hoffen wir mal, dass er nicht auch noch alt ist! Dass wäre ja dann so richtig eklig!
    „Meinetwegen sollen sie so leben. Freudlos, destruktiv, echauffierend und auf den Tod wartend. Aber bitte mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 100 m zu mir. Denn ich mag diese alten Menschen nicht.“
    „Versteht mich nicht falsch, ich wäre ja durchaus bereit und auch gewillt, mich mit ihnen zu unterhalten – wenn denn mal etwas brauchbares aus ihrem Mund käme.“

    Quelle: Blaubeermuffins machen glücklich unter:
    https://lebensschnipsel.wordpress.com/2017/04/15/warum-ich-keine-alten-menschen-mag/

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