Auf nach Kastellaun!

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Freies Training der VLN am Nürburgri

Was erstmal nicht allzu sexy klingt, war ein richtig schönes Wochenende. Die Ecke rund um Kastellaun ist definitv einen Besuch wert, und wer mag, sieht auch gleich warum.

Auf dem Weg in den Hunsrück machten wir spontan einen Abstecher zum Nürburgring. Wir hatten Glück, es war freies Training der VLN – und deshalb schauten wir nicht nur am Wegesrand zu, sondern beschlossen, auch dem Fahrerlager einen Besuch abzustatten. Davon gibt es allerdings keine Bilder. Als Social Media zugewandte Generation habe ich nur Instastories geteilt. ;-)

Obwohl mich Motorsport nicht interessiert, hat mich das Geschehen rund um den Nürburgring schnell in seinen Bann gezogen. Die bunten, schnellen Autos, das emsige Treiben, die Freude und Leidenschaft der Crews… Es war einfach toll.

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Blick vom Aussichtsturm der Burg

Anschließend fuhren wir nach Kastellaun weiter, wo wir in der Schlummerkiste übernachtet haben – einem schnuckeligen Hostel, das ich euch vorbehaltlos empfehlen kann, wenn ihr nicht allzu geräuschempfindlich seid. Die Wände sind etwas dünn geraten.

Kastellaun hat eine schöne Burgruine zu bieten. Die Burg selbst entstand im 13. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde sie durch französische Truppen stark beschädigt und anschließend nicht wieder aufgebaut. Da ein Teil des Sprengstoffes im Pulverturm nicht detonierte, ist dieser zu einer Seite bis heute erhalten.

temporaryNach der Burgbesichtigung sowie am nächsten Abend sind wir italienisch essen gegangen, einmal in der L’incontro da Enzo und einmal in der Riviera. Beide Lokalitäten können mit Sonderwünschen sehr gut umgehen – habe ich zuverlässig für euch getestet. ;-) In der Riviera wird die Pizza sogar mit laktosefreiem Käse zubereitet.

Am nächsten Tag stand unser eigentliches Ziel auf dem Plan: die Geierlay. Sie ist eine 360 m lange Hängeseilbrücke in 100 m Höhe. Bis 2017 war sie die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. Die längste Hängeseilbrücke der Welt soll sich übrigens in der Schweiz befinden und ist nur etwa 100 m länger.

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Die Geierlay in 100 m Höhe

Wir wollten allerdings nicht nur zur Hängebrücke, sondern auch wandern. Da wir gerne und viel wandern und entsprechend geübt sind, entschieden wir uns für eine lange Tour: die Schieferhöhlenrunde (ca. 15 km). Mit wechselnden Landschaften, einigen Höhenmetern und viel Sehenswertem am Wegesrand haben wir hier definitiv nichts falsch gemacht. Das Überqueren der Hängebrücke ist übrigens kein Bestandteil dieser Rundtour. Man sieht sie allerdings von unten.

Ausblick aus der Schieferhöhle

Der Schieferhöhlenrundweg bot uns natürlich auch eine Höhle. Sie ist vermutlich nicht naturgebildet – darauf deuten jedenfalls Spuren an den Wänden hin. Die Schieferhöhle ist nicht besonders tief, vielleicht 7 oder 8 m. Die Breite dürfte 3 bis 5 m umfassen. Man kann gut in ihr stehen. Klaustrophobische Personen dürften sie problemlos besichtigen können. Der Höhleneingang stellt die schmalste Stelle dar.

Nachdem wir den Rundweg beendet hatten, lag nochmal ein Fußmarsch von etwa 1,5 km vor uns. So lang ist der Weg vom Besucherzentrum zur Geierlay. Näher kann man mit dem Auto nicht heranfahren. Wir waren gegen halb vier nachmittags dort. Auf den anderthalb Kilometern kamen uns sicher 50 Personen entgegen. Die meisten von ihnen recht schick angezogen – zwar mit Turnschuhen, aber nicht im Wanderoutfit wie wir. Wer also nicht wandern, sondern nur über die Brücke gehen möchte, muss dafür nicht besonders gut ausgestattet sein. Ein Paar Sneaker tut es auch.

Die Geierlay

Die Brücke ist sauber, ihr Boden besteht aus dicken Holzbalken, durch die man nicht hindurchsehen kann. Links und rechts befinden sich Drahtseile und Zaun. Es gibt keine Stelle, an der man seinen Fuß oder sein Bein hinausstrecken könnte. Wer unter leichter Höhenangst leidet, kann die Hängebrücke wahrscheinlich ganz gut bewältigen.

Unser Ausflugstag war mit der Geierlay aber noch nicht beendet. Denn in der Nähe befindet sich die Pydna. Die militärische Anlage ist eine ehemalige Raketenbasis der NATO. So mancher wird sie kennen, denn hier findet die Nature One statt. Die Pydna ist seit 1982 außer Betrieb.

Die Burg Eltz und ich (mit Posingtalent, wie ihr seht)

An unserem Abreisetag legten wir einen Stopp bei der Burg Eltz ein. Sie ist im 12. Jahrhundert erbaut und nie gewaltsam erobert worden. Daher ist sie bis heute vollständig erhalten. Zudem ist sie noch immer in Familienbesitz. Sie zählt zu den bekanntesten Burgen Deutschlands und zierte früher mal den 500-DM-Schein. Wer die Burg besuchen möchte, kann einen der zahlreichen schönen Wanderwege nehmen. Oder sich mit dem Shuttle-Bus zu ihr bringen lassen. Wer gut zu Fuß ist, sollte es sich aber nicht nehmen lassen, durch die schöne Natur rund um die Burg zu wandern. Wir sind den romantischen Wanderweg von der Ringelsteiner Mühle aus gegangen. Den kann ich sehr empfehlen. So wie alles andere von diesem Wochenende auch. :-)

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