Neue Erkenntnisse & Erfahrungen aus Vietnam

  1. Toilettenpapier kommt nicht in die Toilette, sondern in den Mülleimer daneben (immerhin, sie haben einen Deckel). Toilettenbürsten kennt man hier nicht, glaube ich. Dass das Toilettenpapier sehr dünn ist, muss ich wahrscheinlich gar nicht erwähnen?

  2. Überall auf der Welt sind die meisten Menschen rücksichtslos. Jeder denkt nur an sich. Und man geht schlecht mit den Tieren um. Und der Natur.

  3. Kajakfahren mag ich nicht.

  4. Ich bin wieder auf einen Berg geklettert. Trotz Rheuma. Und trotz dass es deutlich außerhalb meiner Komfortzone liegt.

  5. Hier wird alles frittiert. Ich hatte heute frittierte Marshmallows als Mittagessen (mit Veganern und Vegetariern können sie hier oft nur schwer umgehen – aber sie bemühen sich).

  6. Sprite schmeckt hier nicht wie Sprite. Cola light aber dafür wie Cola light. Das reicht mir.

  7. Egal, wie schlecht man Englisch spricht, man kann sich immer verständigen (die meisten Vietnamesen sprechen gar kein Englisch oder nur sehr, sehr schlecht).

  8. Eine Nacht in einem Zimmer mit Ungeziefer musste wohl sein. Sonst wäre es wahrscheinlich keine richtige „Backpacktour“. Ich bin sehr froh, dass diese Nacht rum ist.

  9. Auf dem Meer von einem Boot ins andere zu klettern, liegt sehr weit außerhalb meiner Komfortzone. Aber auch das habe ich überlebt.

  10. Die Menschen opfern den buddhistischen Gottheiten Früchte und Süßigkeiten. Ich möchte buddhistische Gottheit werden! Bevor die Sachen verderben, geben sie sie übrigens den armen Menschen.

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Erste Erkenntnisse & Erfahrungen aus Vietnam

  1. Der Verkehr ist irre. Roller über Roller, die kreuz und quer fahren (einen Führerschein braucht man dafür nicht). Regeln und Verkehrszeichen werden eher als Richtlinie und Verhaltensvorschlag interpretiert. Hier kommen Fußgänger nur über die Straße, wenn sie einfach gehen. Gleich schnell, Tempo niemals verändern. Die Roller weichen dann aus (Autos übrigens nicht, die halten konsequent drauf). Lustig anzusehen sind die Touris, die Schiss haben. Die stehen dann ewig an der Ampel oder am Zebrastreifen – natürlich vergebens, hier hält keiner an. Eine Frau ging mit hochgerissenen Armen über die Straße, damit man sie ja sieht. Keine Sorge, die Fahrer sehen einen.
  2. Selbst nachdem man 22 km durch Ho Chi Minh City gelaufen ist, hat man noch nicht alles gesehen. Nur den Stadtkern (allerdings ohne Museumsbesuche). Es ist unglaublich, wie sehr man sich nach 22 km über eine Diet Coke und Noodles with Vegetables and Tofu freuen kann.

  3. McFlurry schmeckt hier wie McFlurry. Leibnizkekse aber nicht wie Leibnizkekse. Oreos aber wiederum wir Oreos. Und davon gibt es hier einige Sorten. Auch noch viel günstiger als in Deutschland, schlimm.

  4. Ich habe mir vorgenommen zu lernen, wie man mit Stäbchen isst. Habe ich inzwischen erfolgreich getan. Und das mit Rheumafingerchen. Ich bin wirklich stolz auf mich.

  5. Wir sind dieses Wochenende von Ho Chi Minh City nach Hanoi gereist. Vom Süden in den Norden, 1.700 km. Die Strecke haben wir mit dem Zug zurückgelegt. 34 Stunden lang. Wir hatten einen Schlafsaal, der so groß und so gemütlich war wie eine Gefängniszelle. Die Toiletten waren wahrscheinlich sogar noch schlimmer als im Gefängnis. Und das Essen auch. An einem Stück Fleisch (ich esse hier lieber keins) waren noch Haut und Haare dran. Ich habe mich selten so geekelt. Da wir nur wenig Essen mithatten, haben wir weitgehend gefastet. Ging sogar erstaunlich gut. Ich habe außerdem 40 Stunden lang nichts getrunken, musste aber trotzdem fünfmal zur Toilette. Das fand ich unfair.

  6. In Hanoi haben wir ein super Hotel, heute sind wir angekommen. Das Hotelzimmer ist groß, hat sogar eine Badewanne. Darin lag ich gerade, nachdem wir 7 km durch Hanoi gelaufen sind und uns an der pulsierenden Stadt berauschten. Dieses Land ist wirklich spannend. Und schön. Weil wir die Landschaft sehen wollten, haben wir uns auch für die 34 Stunden lange Zugfahrt statt für den 2 Stunden langen Flug entschieden. Unter anderem jedenfalls. Der nächste Stop ist dann die Ha-Long-Bucht, Weltkulturerbe.

Und zum Schluss noch ein paar Bildchen.

See you soon

Hier wird es in den nächsten Wochen ruhig werden, schätze ich. Bei Instagram aber sicher nicht. Wer also mag, ist herzlich eingeladen, meine Vietnam-Kambodscha-Tour in den nächsten vier Wochen bei Instagram zu begleiten.

Meinen Account findet ihr hier: https://www.instagram.com/lebensschnipsel/

Es wird vermutlich mehr Stories als Einzelbilder geben.

Bis bald, ihr Lieben. :-)

Ich bin ein wirklich netter Mensch

Ich bin ein wirklich netter Mensch, mit dem man sich gerne unterhält. Das ist tatsächlich meine Erkenntnis der Woche.
Mit mir verquatschen sich immer alle. Und ich kann Gespräche so schlecht beenden. Deshalb werden Telefonate zum Beispiel oft viel länger, als ich das eigentlich will. Der Liebste meinte dazu, die Menschen würden einfach gerne mit mir reden, weil ich ein angenehmer Gesprächspartner bin. Und ja, das scheint tatsächlich so zu sein.

Mir fällt es schwer, mich in drei Worten zu beschreiben. Aktuell beschreiben mich zwei Sätze, die jeweils aus drei Worten bestehen, wahrscheinlich besonders gut. Meiner wäre: „Ich bin durch.“ Der Liebste würde sagen: „Du bist süß.“ (Sagt er in letzter Zeit öfter – mein inneres Kind kommt nämlich ständig durch, und das ist wirklich, wirklich süß.)

Der Tag ist noch nicht so lang, aber gelächelt habe ich bereits beim Aufstehen. Denn trotz Erkältung habe ich mich gestern todesmutig gegen Hepatitis impfen lassen. Und heute geht es mir besser als gestern! Außerdem ist heute mein letzter Arbeitstag, bevor ich mehr als fünf Wochen Urlaub habe. Da kann man nur lächelnd aufstehen. :-)

Eine Woche nicht sprechen können oder eine Woche nicht hören können. Beides doof. Vor allem, da ich gerne rede. Aber zuhören ist wichtig. Viel wichtiger als reden. Deshalb würde ich eine Woche aufs Sprechen verzichten. So lerne ich das Zuhören vielleicht auch nochmal besser.

Das sind meine Antworten auf die heutigen Freitagsfragen von der Brüllmaus. Schaut mal bei ihr vorbei, dort findet ihr auch andere Antworten.

Wie man ganz schnell Single wird #71

„Bloß keine Veränderung“, murmelt der Liebste und meint damit die Ablehnung seines Vaters gegenüber einer neuen Außenlampe in Edelstahl (als Ersatz für die aktuelle in Bronze).

„Mit ganz wenigen Ausnahmen ist das bei deiner Mutter auch nicht anders“, meine ich dazu.

„Alte Menschen mögen generell keine Veränderungen“, sagt er.

„Stimmt“, pflichte ich ihm bei.

„Du hast wirklich Glück, dass ich schon 34 bin! Vor zehn Jahren hätte ich wahrscheinlich nicht so sehr an dir gehangen.“

Ich kann. Ich werde. End of story.

Kommenden Mittwoch beginnt für mich eine neue Zeitrechnung. Dann beginnen vier Wochen, die mein Leben in ein Davor und ein Danach teilen.

Vier Wochen, die ich in Asien herumreise. Eine Übergangs- und innere Vorbereitungsphase für mein neues Leben.

Anfang November habe ich dann wieder deutschen Boden unter den Füßen. Erstmalig als 30-jährige Frau. Ein würdiger Wendepunkt, wie ich finde.

Es hat sich in den letzten Monaten so viel getan, es ist so viel passiert.

Dinge wurden über Bord geworfen. Ziele gesteckt. Wege markiert. Entscheidungen getroffen.

Großes liegt vor mir. Großartiges. Chancen. Richtig gute Chancen.

Aber erstmal brauche ich diesen Urlaub. Um runterzukommen, wieder (näher) zu mir zu kommen. Mich mir selbst zu widmen. Mich zu lieben. Wieder viel mehr zu lieben. Und wieder Zeit dafür zu gewinnen, mich selbst anzuerkennen, wertzuschätzen und zu bewundern.

Dafür muss ich raus aus diesem Alltag. Weit weg von dem, was mich gerade tagtäglich ablenkt und den Fokus auf das Wichtige verschleiert. Wo das Dringliche das Wichtige erschlägt und man kaum noch unterscheiden kann, was wirklich zählt.

Wenn ich wiederkomme, warten so viele tolle, spannende Herausforderungen und Aufgaben auf mich.

Aber dafür brauche ich auch Kraft. Wieder einen freien Kopf. Stärkere Verbundenheit zu mir selbst. Und mehr Liebe für mich selbst.

Mein Leben wird anders, wenn ich wiederkomme.

Und da hab ich richtig Bock drauf.

Kleiner Mordanschlag

Der Liebste und ich sind auf dem Weg zum Notar. Der dritte im Bunde scheidet aus unserem Unternehmen aus, gleich gehört es nur noch dem Liebsten und mir.

„Komm, lass uns die Straßenseite wechseln“, sagt der Liebste und geht los.

Als ich gerade folgen will, kommt ein Auto.

Ein ganz billiger Versuch, sich 100 % des Unternehmens unter den Nagel zu reißen…